Archiv für Februar 2009

USA boykottieren Durban II

Nachdem in den letzten Wochen immer deutlicher wurde, dass auch die diesjährige Nachfolgekonferenz zur Antirassismuskonferenz der UN in Durban 2001 zu einem Tribunal gegen Israel und zu einer Plattform für IslamistInnen werden wird, haben die USA nun die einzig richtige Entscheidung getroffen: sie werden daran nicht teilnehmen.

weitere Infos zur Konferenz auf der Website der Kampagne „Boycott Durban II“ sowie auf „Lizas Welt

Aufgearbeitet.

Dass die Deutschen heute nicht wie vormals nichts von Auschwitz wissen wollen, sondern Auschwitz und dessen Aufarbeitung in die deutsche Nationalgeschichte eingegliedert haben, ist heute ein Allgemeinplatz. Der Versuch dem völlig Sinnlosen für das Auschwitz steht, Sinn zu verleihen, kommt dabei nie aus ohne den Verweis auf vermeintliche Greueltaten Israels. Denn dass die Opfer und deren Nachfahren nicht nur selbst Schuld sind an ihrer Verfolgung, sondern heute nicht anders handeln als ihre Henker, entlastet die Henker und ihre Helfer.

Der Haken ist: Der Unterschied zwischen einem von den Deutschen vergasten Juden und dem Opfer eines Verkehrunfalls ist so augenscheinlich, dass jede Ausführung dazu sich verbietet. Wer hingegen festhalten will, dass beide tot sind, muss von Kontext, Ideologie, Motivation und allem was sonst von Belang ist abstrahieren. Ein besonders schönes Beispiel wie solch abstrakte Menschenfreundschaft ihre genaues Gegenteil ist, liefert der Leserbrief von Christinan Conrad aus Kempten in der Augsburger Allgemeinen, Ausgabe 43/09.
Unter der Überschrift Verbrechen verjähren nicht stellt er fest:

Ein Aufrechnen von Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen, die von Kriegsteilnehmern damals wie heute oder in früheren oder späteren Jahrhunderten begangen wurden oder noch werden, verbietet sich. Verbrechen dieser Art verjähren nicht, nicht die Vergasung von Menschen noch die Verkohlung durch Phosphor.

Ein Satz genügt, um Auschwitz zu relativieren und die Israelis als die Nazis von heute zu denunzieren. Ein Satz, der seinen Verfasser unabhängig von seiner Nationalität, als Deutschen ausweist.
Als einen, der verstanden hat.

OSC prouldy presents…

…auch noch Episode 4 von Ahmed&Salim

Trailer zu „Operation Walküre“

via Kulla (sehr lesenswerter Post!)

Analphabetismus als Ursache des Massenmords

Einer der dümmsten, am schlechtesten geschriebenen und vor allem geschichtsrevisionistischsten literarischen Ergüsse der 90er Jahre, Bernhard Schlinks „Der Vorleser“, wurde verfilmt und wird ab übernächster Woche auch in den deutschen Kinos zu sehen sein. Die Romanvorlage lässt Schlimmstes vermuten, und glaubt man dem sehr lesenswerten und fundierten Artikel Ron Rosenbaums, enttäuscht der Film diese Erwartungen nicht:

What, exactly, was the Kate Winslet character’s „personal triumph“? While in prison for participation in an act of mass murder that was particularly gruesome and personal, given the generally impersonal extermination process—as a death camp guard, she helped ensure 300 Jewish women locked in a burning church would die in the fire—she taught herself to read! What a heartwarming fable about the wonders of literacy and its ability to improve the life of an Auschwitz mass murderer!

Den vollständigen Artikel gibt es hier, eine ausführliche Rezension unsererseits wird in den kommenden Wochen folgen.