Archiv für Oktober 2008

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Neues von der Sexualmoral

Der Vatikan unterzieht Priesteranwärter zukünftig einem psychologischen Test, mit dem „tiefsitzende homosexuelle Tendenzen“ ausgeschlossen werden sollen, um so Kindesmissbrauch durch Würdenträger zu verhindern. Ob bei der Erstellung dieses Tests Christoph Daum als Berater fungiert, ob „tiefsitzende homosexuelle Tendenzen“ heilbar sind und ob es eventuell auch andere Gründe für Kindesmissbrauch geben könnte, ist bislang unklar.
Der Vatikan steht mit dieser Haltung im Widerspruch zur Münchner Polizei, die eine besonders perfide Form des „heterosexuellen Missbrauchs von Kindern“ aufdeckte. In ihrem Einzugsgebiet wird nun gegen ein Pärchen wegen „sexuellen Missbrauchs von Kindern durch sexuelle Handlungen vor Kindern“ ermittelt, nachdem dieses sich im Englischen Garten vergnügt hatte. Auf die Idee, dass nicht das Betrachten sexueller Handlungen durch Kinder sondern der gesellschaftliche Umgang mit der Sexualität für psychische Schäden verantwortlich ist, kam bislang trotz des allgemeinen Oswald Kolle-Revivals niemand.

Immer mehr Tiere werden zionistisch

Nachdem im Iran letztes Jahr bereits 14 Eichhörnchen unter dem Verdacht der Spionage festgenommen worden waren, erwischte es nun nach Berichten von ynet-News einige Tauben, die angeblich Informationen über die Atomanlage in Natanz beschaffen sollten.
Ob die Tauben nun nach iranischer Tradition gesteinigt oder doch als Schweinefleischersatz verzehrt werden ist noch unklar. Das ebenfalls beliebte Erhängen an einem Kran dürfte sich in jedem Fall schwierig gestalten.

Zitat 9

„Die Linke bleibt aus Tradition heraus antizionistisch und antiisraelisch. Sie knüpft mit dieser Haltung nahtlos an die Ablehnung des Staates Israel durch die SED und die extreme Linke in Westdeutschland an.“
Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)

Solidarität als Reflex

Am vergangenen Donnerstag, dem 16.10.2008, eröffnete die Ahmadiyya-Gemeinde in Berlin ihre neue Moschee. Wir dokumentieren hier einen Text, der sich mit den Diskussionen über ein solches Projekt in Augsburg auseinandersetzt, größtenteils jedoch auch auf alle anderen Städte übertragbar ist, da die Rollenverteilung doch stets identisch bleibt: da gibt es die Rassistinnen und Rassisten, die aus Angst vor „Überfremdung“ und „Kulturverlust“ gegen ein sichtbares Zeichen des Islam in Deutschland sind; da gibt es die Linken und Multikulti-Anhängerinnen und -Anhänger, die sich aufgrund dessen sofort bedingungslos für ein solches Bauwerk aussprechen und den Islam bestenfalls als eine von vielen Religionen und damit kritikwürdige Erscheinung, schlimmstenfalls jedoch als Verbündeten im antiimperialistischen Kampf verstehen; und da gibt es schließlich auch noch die Anhängerinnen und Anhänger der „Religion des Friedens“, die nicht müde werden zu betonen, dass sie die Menschenrechte achten und nur in Ruhe ihren Glauben leben wollen.
Alle drei Parteien zu kritisieren bleibt die Aufgabe jener, die unabhängig von den Diskussionspartnerinnen und -partnern sowie den Themen der Auseinandersetzung an ihren emanzipatorischen Standpunkten festhalten und welche die individuelle Freiheit anstelle des repressiven Kollektivs setzen.
Der Text, den man hier downloaden kann, gibt einen Einblick in die geistige Verfasstheit der Ahmadiyya-Gemeinde und ihrer linken Verbündeten, vergisst dabei jedoch nicht, auch ihre rassistischen Opponentinnen und Opponenten als solche zu bezeichnen.